BUND trifft Nordhäuser Oberbürgermeister

Foto: BUND Kreisverband Nordhausen

Umweltverband im Gespräch zur Baumpflege in Nordhausen

Zu einem ersten Austausch trafen sich heute Mitglieder des Nordhäuser BUND-Kreisverbands mit dem Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh und VertreterInnen der Rathausverwaltung. Dabei wurde besonders die Baumpflege in der Stadt thematisiert.
„In den vergangenen Jahren wurden massiv Baumfällungen vorgenommen. Mehrfach entzündeten sich im Anschluss darüber in der Öffentlichkeit starke Diskussionen“ erläutert Ulrike Taeger-Schmidt die Beweggründe der BUND-Gruppe für das Gespräch.
Die VertreterInnen der Stadtverwaltung verwiesen in ihren Ausführungen auf die Notwendigkeit zur Verkehrssicherung. Die Gefährdung durch herabfallende Äste oder umsturzgefährdete Bäume müsse möglichst klein gehalten werden. Daher habe die Stadtverwaltung in den letzten Jahren neben der Aus- und Weiterbildung der MitarbeiterInnen auch in ein Baumkataster investiert, um den Zustand der Bäume im Stadtgebiet zuverlässig erfassen und notwendige Maßnahmen frühzeitig ermitteln zu können.

Dem BUND brannte zudem besonders das Thema Nachpflanzungen unter den Nägeln: „Nach den Fällungen vergeht oft zu viel Zeit bis Ersatz geschaffen wird. Eine Maßnahme ist aber erst mit dem Anwachsen der Nachpflanzungen abgeschlossen“ sagt Frau Taeger-Schmidt. Daher müssten die erforderlichen Mittel bereits in den Haushaltsplanungen vorgesehen werden.
Als weiteren Themenschwerpunkt wurde die Baumschutzsatzung der Stadt besprochen: „Die Umsetzung im privaten Bereich funktioniert gut, im öffentlichen Bereich sehen wir aber noch viel Verbesserungspotenzial“ sagt BUND-Vertreter Christian Darr. Hier verwies Umweltamtsleiter Steffen Meyer auf eine anstehende Neuregelung und warb für die Einbringung des Umweltverbands in die kommenden Debatten.

Abschließend erkundigten sich die VertreterInnen des Umweltverbands nach der „Arbeitsgruppe Baum“. Diese war nach Recherchen des BUND besonders in den Jahren 2001 bis 2007 aktiv. Im vergangenen Jahr hatte sich der Ältestenrat des Stadtrates für eine Auflösung ausgesprochen, um „den Prozessaufwand zu verringern“. „Effiziente Abläufe sind zweifellos wichtig, daher sind alle Seiten aufgerufen ein praktikables Modell zu entwickeln, welches Kompetenzen frühzeitig einbindet und nicht zuletzt auch helfen kann den öffentlichen Dialog zu verbessern.“ sagt Christian Darr. In einem der nächsten Gespräche soll daher auch eine mögliche Reaktivierung der „AG Baum“ detailliert besprochen werden.

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