Vermisstenmeldung aufgegeben

Foto: BUND Kreisverband Nordhausen

Kreisverband ist für Hinweise dankbar

Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer mittleren Alters und Rentner. Viele Menschen aus der nahen und weiteren Umgebung sind am Samstag dem Aufruf der Rüdigsdorfer um Thomas Kerwitz gefolgt und haben ihrem Unmut gegen die Genehmigung der Aufsuchungsbohrungen am Winkelberg durch das Thüringer Landesbergamt Luft gemacht.

Groß war die Empörung aller und natürlich hätte man diese auch gern mit dem Umweltminister Jürgen Reinholz (CDU) geteilt. Dieser engagiert sich, das wissen die Menschen in dieser Region, für den Naturpark Südharz und die in Europa einmalige Gipskarstlandschaft. Häufig anzutreffen ist Reinholz bei Spaziergängen in dieser herrlichen Umgebung zwischen Neustadt und Rüdigsdorf. Auch der Umweltminister, so war von den Menschen zu hören, lässt in dieser herrlichen, noch nahezu unberührten Landschaft, angesichts der starken beruflichen Eingebundenheit, die Seele baumeln. Denn nur auf diesen noch wenigen Kilometern zwischen Harzungen und Buchholz, ist die Thüringer Gipskarstlandschaft noch frei von den störenden Anblicken der Steinbrüche und dem Lärm der an- und abfahrenden Schwerlasttransporter bis nach Sachsen-Anhalt und auch Niedersachsen.
Dass Herr Reinholz nunmehr ausgerechnet am Aktionstag gegen die Zerstörung der Karstlandschaft, in unmittelbarer Umgebung der gerade um ihre Verteidigung des Luftkurortstatus kämpfenden Gemeinde Neustadt, nicht gesichtet wurde, sorgt für große Unsicherheit bei den Naturschützern. Dass der Neustädter Bürgermeister Dirk Erfurtzugegen war, wurde mit Freude wahrgenommen. Seine Beteiligung an der Aktion in Rüdigsdorf zeugt nach Auffassung des BUND von der nötigen Weitsicht und Zielstrebigkeit, die es braucht, um die touristischen Entwicklung dieser Region voran zu bringen.
Bekannt ist, so resümiert Christian Darr vom BUND-Kreisverband, dass Reinholz laut Mitteilung seines Ministeriums eine Klimakonferenz in Thüringen ankündigte.
„Denn“, so resümiert Christian Darr, “in den Gesprächen vor Ort am Samstag wurde deutlich, dass die Bürger einen starken und fachlich kompetenten Mann an ihrer Seite wissen wollen. Dies vor allem jetzt, wo es darum geht, die Gipskarstlandschaft vor weiterer Naturzerstörung zu schützen und die Uhr 5 vor 12 steht.“ Nach Auffassung des BUND Kreisverbandes ist der Umweltminister genau der richtige Mann dafür, denn als Chef des Thüringer Landesbergamtes, das die Probebohrungen genehmigt hat, und engagierter Minister in Fragen des Baustoffrecyclings, auch für Gipsbaustoffe, kann er natürlich regulierend eingreifen. “Beispiele dafür gäbe es zur Genüge.“

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