Mahd im Naturschutzgebiet Harzfelder Holz

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Sieben Mitglieder und Freunde des BUND-Kreisverbandes Nordhausen beteiligten sich am vergangenen Sonnabend am 52. Einsatz zur Erhaltung der biologischen Vielfalt. Wie schon mehrmals in den Jahren zuvor wurden Teile eines Halbtrockenrasens im Naturschutzgebiet Harzfelder Holz gemäht. Für ihn hat der BUND-Kreisverband einen Pflegevertrag mit dem Landesverwaltungsamt abgeschlossen…

Da zurzeit noch einige Orchideenarten sowie weitere geschützte oder bedrohte Arten blühen und fruchten, wurde nur etwa ein Drittel der Vertragsfläche bewirtschaftet. Der Schwerpunkt lag hier auf besonders stickstoffreichen Flächen, deren Arteninventar sich durch jahrelang fehlende oder zu diskontinuierliche Nutzung sowie durch jagdlichen Einfluss gegenüber dem des extensiven Grünlandes verändert hat. Diese Art der Landschaftspflege entspricht auch gut historischen Nutzungsformen, als das Grünland oftmals den zum Teil winzigen Grundstücken entsprechend, mitunter auch zu recht unterschiedlichen Zeiten gemäht oder beweidet wurde.

Dies unterstützt die Erhaltung und Entwicklung von Arten mit unterschiedlichen Wachstums- und Blühzeiten und damit die Artenvielfalt. Auch dient diese vorsichtige Herangehensweise der Erhaltung unserer Insektenwelt.
Zudem wurde der Neuaustrieb von in früheren Jahren entfernten Schlehen abgemäht, was die auf den Halbtrockenrasen unerwünschten Sträucher derzeit besonders schwächt und die Verbuschungstendenz verringert.

Zu den Teilnehmern gehörten diesmal insbesondere Helga und Karl-Heinz Junker aus Sondershausen, Stefan Stolze, Bodo Schwarzberg und Tobias Strietzel aus Nordhausen (letzterer spendierte diesmal den Imbiss anlässlich seines Geburtstages!), Klaus Liebenrodt aus Ilfeld und Uwe Dumjahn aus Neustadt.

Gemeinsam bewunderten wir die Ergebnisse der ehrenamtlichen Arbeit mehrerer Jahre, die sich im floristischen Reichtum dieses NSG-Ausschnittes zeigen: So haben sich der niedrige und leuchtend gelb blühende Magerkeitszeiger Hufeisenklee (Hippocrepis comosa) ebenso ausgebreitet, wie der auffallend lila blühende und gefährdete Dänische Tragant (Astragalus danicus) und das stark gefährdete Helm-Knabenkraut (Orchis militaris, siehe Nahaufnahme Blüte). Bemerkenswert ist auch die Entdeckung von einigen Exemplaren des seltenen Borretschgewächses Deutsche Hundszunge (Cynoglossum germanicum, Foto) am Rande eines Gebüsches der Projektfläche. Der Vergleich mit der nahe verwandten Echten Hundszunge (Cynoglossum officinale) war problemlos möglich, da von dieser viel häufigeren Art ebenso einige Exemplare nachgewiesen werden konnten.

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