Arbeitskreis Regionalplan trifft sich am 06.11.2018

Im Ergebnis der Informationsveranstaltung zum 1. Entwurf des Regionalplanes Nordthüringen wird es eine weitere Zusammenkunft geben, auf der sich engegierte Bürger zum Thema Regionalplan einbringen können.

Am 08.11.2018 endet zwar die Frist für die Einsendung der Stellungnahmen an die Planungsbehörde. Damit ist aber das Thema noch längst nicht vom Tisch. Es gilt, den Schwung zu nutzen und über Möglichkeiten der politischen Einflussnahme zu beraten.

Es sind alle Bürgerinnen und Bürger, die sich gern aktiv einbringen möchten zu dem Arbeitskreis Regionalplan am

Dienstag, den 06.11.2018 um 17 Uhr im Thomas- Mann- Klub in Nordhausen eingeladen.

 

Wir freuen und auf Ihre Ideen und Ihr Engagement. Demokratie lebt immer von der Mitwirkung!

Informationsveranstaltung gut besucht

Die am Dienstag, den 23.10.2018 im zum 1. Entwurf des Regionalplanes Nordthüringen durchgeführte Informationsveranstaltung des BUND Kreisverbandes war aus unserer Sicht ein guter Start. Etwa 80 Interessierte hatten sich im Lesesaal des Bürgerhauses der Stadt Nordhausen eingefunden, um sich über den ausliegenden Entwurf des Regionalplanes zu informieren und ihren Unmut über die weiter fortschreitende Zerstörung unserer Gipskarstlandschaft kundzutun.

In den Redebeiträgen kam zum Ausdruck, dass die Bevölkerung die stetig fortschreitende Zerstörung unserer Landschaft nicht weiter hinnehmen möchte. Seit der Wende hatte die Gipsindustrie Zeit, Alternativen zur Verarbeitung von Naturgips zu entwickeln. Wir fordern ein Ausstiegszenario aus der Naturgipsverarbeitung. Nur so kann die Region eine Grundlage für die Tourismusentwicklung legen.

Unser Dank gilt auch dem Team des Bürgerhauses, das uns unbürokratisch und kurzfristig die Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat und für einen reibungslosen technischen Ablauf der Veranstaltung gesorgt hat.

Unterschriftenliste jetzt auch auf change.org!

Die bisher nur in Papierform verfügbare Unterschriftenliste gibt es jetzt auch online auf change.org unter folgendem Link:

https://www.change.org/p/regionale-planungsgemeinschaft-nordth%C3%BCringen-regionaler-raumordnungsplan-nordth%C3%BCringen-2018?recruiter=906907394&utm_source=share_petition&utm_medium=copylink&utm_campaign=share_petition

Bitte beachten Sie: unterschreiben Sie bitte nur, wenn Sie noch nicht auf der Papierliste unterschrieben haben.

Bitte leiten Sie den Link an Personen weiter, die uns unterstützen könnten. Vielen Dank!

 

Informationsveranstaltung zum Regionalplan – Schwerpunkt Gipsabbau

Der BUND Kreisverband Nordhausen lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung zum

  1. Entwurf des Regionalplanes Nordthüringen recht herzlich ein.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, den 23.10.2018 im Bürgerhaus Nordhausen (Stadtbibliothek) ab 19 Uhr statt.

Dort wird über den Entwurf des Regionalplanes mit Schwepunkt Vorranggebiete Gips/Anhydritabbau informiert. Im Anschluss können Fragen beantwortet sowie das weitere Vorgehen besprochen werden.

Wir als Bürger unserer schönen Südharzregion wollen nicht tatenlos zusehen, wie ein Bergwerksfeld nach dem anderen durchgewunken wird und unsere Landschaft zerstört wird. Wer sich aktiv einbringen oder sich einfach informieren möchte, ist herzlich zu der Veranstaltung eingeladen.

Information über Veranstaltungen zum Thema Regionalplan Nordthüringen

Seit mehreren Wochen liegt der 1. Entwurf des neuen Regionalplanes Nordthüringen zur Bürgerbeteiligung aus. Wir berichteten bereits mehrfach über die neuen zusätzlichen Vorrangflächen von 148 ha, die für den Gipsabbau in diesem Plan vorgesehen sind. Der BUND Kreisverband hat sich gegen die Ausweisung weiterer Vorrangflächen ausgesprochen.

Das Entscheidungsgremuim, das über den Raumordnungsplan letztendlich abstimmt, setzt sich aus Vertretern der Region zusammen. Für unseren Landkreis sitzen da unser Landrat, Matthias Jendricke im Präsidium, Matthias Erhold, Frank Rostek sowie der Oberbürgermeister der Stadt Nordhausen, Kai Buchmann. Im Planungsbeirat ist Stephan Klante als Vertreter des Gemeinde- und Städtebundes vertreten. Nach eigenem Bekunden war Kai Buchmann der Einzige, der gegen den vorliegenden Entwurf gestimmt hat.

Wir als Bürger unserer Region sollten aktiv an unsere Volksvertreter herantreten und ihr Abstimmungsverhalten hinterfragen. Immerhin sind im nächsten Jahr Kommunalwahlen.

Die genaue Zusammensetzung der einzelen Ausschüsse kann man sich unter:

http://www.regionalplanung.thueringen.de/rpg/nord/org/

ansehen.

Am kommenden Montag, den 15.10.2108 findet um 18 Uhr im Schloss Heringen eine öffentliche Informationsveranstaltung mit Vertretern der Planungsbehörde statt.

Interessierte Bürger sollten die Gelegenheit wahrnehmen, um Fragen zum neuen Raumordnungsplan zu stellen.

In der übernächsten Woche wird es eine weitere öffentliche Informationsveranstaltung des BUND Kreisverbandes Nordhausen zu diesem Thema geben. Diese findet am Dienstag, den 23.10.2018 im Bürgerhaus ab 19 Uhr statt. Dort sollen weitere offene Fragen angesprochen sowie das weitere Vorgehen besprochen werden. Wir als Bürger unserer schönen Südharzregion wollen nicht tatenlos zusehen, wie ein Bergwerksfeld nach dem anderen durchgewunken wird und unsere Landschaft zerstört wird. Wer sich aktiv einbringen oder sich einfach informieren möchte, ist herzlich zu der Veranstaltung eingeladen.

Stellungnahme des BUND Kreisverbandes Nordhausen zum Entwurf des Regionalplanes Nordthüringen

Seit September liegt der 1. Entwurf zum neuen Regionalplan Nordthüringen (ROP) zur Bürgerbeteiligung vor. Nach Prüfung der vorliegenden Unterlagen kommt der Kreisverband zu folgenden Ergebnis:

1) Die Ausweisung neuer Vorrangflächen zur Gips- bzw. Anhydritgewinnung lehnen wir ab.

Es sollen neue Flächen am Rüsselsee, Hohe Schleife, Ellricher Klippen, Himmelsberg, Mühlberg und Kuhberg mit einer Gesamtfläche von 90 ha ausgewiesen werden. Somit wären im Kreisgebiet Nordhausen insgesamt 672 ha als Vorranggebiete für den Gipsabbau vorgesehen. Dies sind mehr als drei Kohnsteine.

Die Gipsindustrie hatte seit der Wende Zeit, Alternativen zum Naturgips zu entwickeln. Es liegen seit Jahrzehnten technische Lösungen vor, die die Substitution von Naturgips ermöglichen.. Diese werden aus Kostengründen nicht bzw. nur unzureichend genutzt. Im vorliegenden Entwurf des ROP konnte nicht nachgewiesen werden, inwiefern die beanspruchten Flächen zwingend benötigt werden, um den Bedarf an Gips und Anhydrit zu decken. Es liegen weder nachvollziehbare Bedarfsanalysen, noch konkrete Rechnungen zu den zu erwarteten und/oder schon getätigten Ausbeuten in den einzelnen Bergwerksfeldern vor. Ebenso wurden weder bereits bestehende bzw. in Rede stehende, noch vorhandene Potenziale für Substitutionsmöglichkeiten berücksichtigt. Somit fehlt es an einer begründeten Beweislage, die eine Prüfung durch die beteiligte Öffentlichkeit überhaupt möglich macht.

Mit der Ausweisung zusätzlicher Flächen über einen Zeitraum für 25 Jahre und weit darüber hinaus wird Innovation behindert und Landschaftszerstörung Vorschub geleistet. Gewinnmaximierung hat hier Vorrang vor Landschaftserhalt.

Das Grüne Band, das in den nächsten Monaten als Naturmonument ausgewiesen werden soll, wäre damit in der Region Südharz im Bereich Ellrich/Walkenried/Branderode von Tagebauen durchschnitten.

2) Die neu geschaffene Rubrik „Vorranggebiete vorsorgende Rohstoffgewinnung“ ist ersatzlos zu streichen.

In dieser Kategorie ist eine Erweiterung des umstrittenen Abbaufeldes Kuhberg von bisher 18 ha um 30 ha, sowie eine bisher unverritzten Fläche von 38 ha links der Straße zwischen Steigerthal und Buchholz vorgesehen. Beide Flächen haben eine prägende Bedeutung für das typische Landschaftsbild des Südharzes mit extensiver Landwirtschaft, Obsthecken, Trocken- und Halbtrockenrasen. Sollten die „Vorranggebiete vorsorgende Rohstoffgewinnung“ beschlossen werden, würde sich diese Planung auf einen Zeitraum ab 2043! beziehen. Dies übersteigt den Planungshorizont eines Regionalplanes bei Weitem und nimmt künftigen Generationen jeglichen Handlungsspielraum bei der Gestaltung ihrer Lebenswelt. Der Hot Spot Gipskarst Thüringen dürfte sich damit erledigt haben.

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BUND sammelt Unterschriften gegen den Gipsabbau

Der BUND Kreisverband Nordhausen wird auf dem Zwiebelmarkt, der am Sonnabend, den 06.10.2018 stattfindet, eine Unterschriftensammlung gegen die im neuen Regionalplan geplante Ausweisung neuer Gips- Abbaufelder durchführen. Interessenten können sich am Sonnabend vor Ort informieren und unterschreiben.

Anbei der Unterschriftentext und die Liste zum herunterladen:

2018_10_06_Unterschriftentext

2018_10_06_Unterschriftenliste

Unterschriebene Listen bitte bis 30.10.2018 an:

BUND Kreisverband Nordhausen

Wilhelm- Nebelung- Straße 39

99734 Nordhausen

zurückschicken.

 

 

Analyse Entwurf Regionalplan Nordthüringen Teil 1 – Vorranggebiete Rohstoffsicherung

Die folgende Beitragsserie soll den Entwurf des Regionalplanes stückweise durchgehen und analysieren.

Die Originaldaten können unter:

http://www.regionalplanung.thueringen.de/rpg/nord/regionalplan/fortschr/entwurf/index.asp

eingesehen werden.

Im Teil 1 beschäftigen wir uns mit den Gebieten für die „Vorsorgende Rohstoffsicherung“, d.h. die übernächsten Abbaugebiete, die auf diesem Wege gesichert werden sollen.

Und dieser Abschnitt hält auch gleich eine Überraschung parat:

Auf Seite 67 Kapitel 4.5.3. „Vorranggebiete Vorsorgende Rohstoffversorgung“ sind folgende Gebiete für die nächsten 25 Jahre als „Vorsorgende Rohstoffsicherung“ vorgesehen:

VRS-1 Kuhberg

Wer also dachte, das der jetzt genehmigte Steinbruch am Kuhberg die letzte Ausbaustufe wäre, hat sich getäuscht: es ist ein etwa viermal so großes Abbaufeld in der mittelfristigen Perspektive vorgesehen. Zum Vergleich: Gi/A-10 ist das bisher genehmigte Abbaufeld.

VRS1

 

VRS-2 Steigerthal- Buchholz

Hier wird versucht, in ein bisher unverritztes Gebiet mit dem Gipsabbau zu expandieren. Unsere Landschaft wird nach und nach völlig zerstört. Auf ein Zugeständnis folgen sofort neue Forderungen.

VRS2

Diese Planung zeigt, das hier auf ein „weiter-so“ gesetzt wird und garnicht ernsthaft nach Alternativen gesucht wird. Und zwar sowohl auf Seiten der Gipsindustrie als auch auf Seiten der Planungsbehörden.

Entwurf des neuen Regionalplanes Nordthüringen liegt zur Bürgerbeteiligung aus

Entwurf des neuen Regionalplanes Nordthüringen liegt zur Bürgerbeteiligung aus. Wer sich als Bürger darüber informieren möchte, kann dies über folgenden Link tun:

http://www.regionalplanung.thueringen.de/rpg/nord/regionalplan/fortschr/entwurf/index.asp

Im Regionalplan werden wichtige Weichen für die künftige Entwicklung unserer Heimatregion gestellt. Er dient als Planungsgrundlage u.a. bei Genehmigungsverfahren von Gipsabbauvorhaben. Ein Blick in die Unterlagen lohnt sich.

 

Apell des BUND anlässlich der Sternwanderung Kuhberg

Statement und Anregungen der Teilnehmer der Protestwanderung am 29.08.2018 zum bevorstehenden Gipstagebau auf dem Kuhberg in der Rüdigsdorfer Schweiz

  1. Herr Ministerpräsident Ramelow, besuchen Sie nicht nur die Gipsindustrie, sondern auch den Winkelberg in der Rüdigsdorfer Schweiz. Es handelt sich dabei um das Gebiet, dass nach Überzeugung der Bevölkerung des Landkreises Nordhausen komplett unter Naturschutz zu stellen ist. Leider liegt die unterschriftsreife Naturschutzgebietsverordnung seit nunmehr fast einem Jahr beim Präsidenten des Thüringer Landesverwaltungsamtes. Wir sind sicher, dass Sie unseren Hinweis aufnehmen und Ihren Einfluss geltend machen können und werden, damit die Ausweisung des NSG in Kürze erfolgt.

Die hier heute versammelten Menschen laden Sie und die Ministerin Frau Keller ein, verantwortlich für das Ressort Regionalpanung, noch in diesem Jahr mit uns durch die europaweit einmalige Gipskarstlandschaft und das dann rechtskräftig ausgewiesene ´NSG „Winkelberg“ zu wandern.

  1. Sehr geehrter Landrat Herr Jendricke, sehr geehrte Umweltministerin Frau Siegesmund und sehr geehrter Wirtschaftsminister Herr Tiefensee.

Gipsrecycling in Nordthüringen ist nur möglich, wenn der Verbringung von Gipsbaustoffen auf die Kalihalden endlich Einhalt geboten wird. 100 000 t jährlich gehören in den Wirtschaftskreislauf und nicht auf die Halden.

Der Kreis Nordhausen besitzt mit dem Abfallwirtschaftszentrum Nentzelsrode einen Deponiestandort mit innovativem Potenzial und kann gemeinsam mit der Hochschule Nordhausen zu einem überregional bedeutsamen Recyclingzentrum für Gipsbaustoffe ausgebaut werden. Geben Sie der Gipsindustrie eine Möglichkeit, ihre Forschungsergebnisse schnell in die Realität umzusetzen.

  1. Appell an die Konzernzentralen und Leiter der Zweigwerke im Südharz

Investieren Sie nicht weiter in gerichtliche Verfahren und fragwürdige Beratungsleistungen von Unternehmensberatern mit Wohnsitz weitab dieser Region. Sie kennen unsere Landschaft nicht, und nicht unsere Empfindungen angesichts der zunehmenden Zerstörung unserer Heimat.

Setzen Sie einfach einen Teil ihrer an den Stammsitzen ihrer Unternehmen gezahlten Steuern für die Entwicklung und Anwendung von Verfahren zur Substitution von Naturgips im Südharz ein. Akzeptieren Sie den zeitweilig minimierten Anstieg ihres Gewinns zugunsten der Markteinführung neuer Produkte, die ein anerkanntes staatliches Siegel bzw. Label für umweltgerechte und ressourcenschonende Produktherstellung tragen. Zeigen Sie dem Käufer im Baumarkt, dass Sie ihre Standorte im europaweit einmaligen Zechsteingürtel langfristig sichern wollen.

DER BLAUE ENGEL wartet auf Sie.

  1. An alle Mitglieder und Mitwirkenden der Regionalen Planungsgemeinschaft.

Was Sie da hinter verschlossenen Türen erarbeitet haben, entspricht hinsichtlich der Flächen zur Rohstoffvorsorge nicht dem Willen der Mehrheit der Bevölkerung. Sie agieren am tatsächlichen Bedarf vorbei. Dem Bedarf, dass der Südharz, insbesondere der Gipskarst in seiner Einmaligkeit erhalten bleibt und für die Menschen, die hier leben und den Fremdenverkehr weiterhin attraktiv ist.