BUND-Kreisverband mit 40. Einsatz

Am vergangenen Sonnabend war es wieder so weit: Zum 40. Mal seit 2010 griffen Mitstreiter und Freunde des BUND-Kreisverbandes Nordhausen zu Freischneider, Harke und Heugabel. Diesmal wurde ein ökologisch wertvoller Halbtrockenrasen im Naturschutzgebiet (NSG) Alter Stolberg gemäht…

Hier siedeln unter anderem die vier laut Roter Liste Thüringen stark gefährdeten Gefäßpflanzenarten Steppen-Sesel (Seseli annuum), Abbiss-Pippau (Crepis praemorsa), Färber-Meier (Asperula tinctoria) und Einfache Wiesenraute (Thalictrum simplex ssp. tenuifolium).

Das Naturschutzgebiet Alter Stolberg beherbergt mindestens acht zum Teil nur kleine waldärmere Bereiche, in denen noch nach 1990 jeweils mindestens zwei stark gefährdete, höhere Pflanzenarten nachgewiesen werden konnten. Meist seit der Wende unterlagen sie mehrheitlich keiner oder keiner geeigneten Pflege bzw. Bewirtschaftung, die zur Erhaltung hochgradig bedrohter Arten beitragen konnte. Das Problem: Die einstige Schaf-/Ziegen-Hütehaltung ist im Naturschutzgebiet weitestgehend zum Erliegen gekommen. Zudem wurden nach dem Krieg zahlreiche, einst offene, artenreiche Landschaftsausschnitte aufgeforstet, was zu weiteren Verlusten führte.

Nachdem das vom Autor des Beitrages allein durchgeführte und vom Landschaftspflegeverband Südharz /Kyffhäuser verwaltete Referenzprojekt Artenschutz 2015 unter anderem auf Grund von bürokratischen und praxisfremden Problemen nicht weiter verfolgt werden konnte, wird der BUND Kreisverband Nordhausen einen Teil der ehemaligen Projektflächen zur Bewirtschaftung übernehmen. Die im Alten Stolberg am Sonnabend gemähte Fläche gehört dazu.

Zentral ist dabei die zeitlich lückenlose Fortführung einer artenschutzgerechten Bewirtschaftung, an der es auf sensiblen, mageren und artenreichen Flächen nicht selten mangelt. Dies aber steht mitunter im Widerspruch zu den festgeschriebenen Erhaltungszielen in unseren Naturschutz- und FFH-Gebieten.

Hierzu wird es demnächst eine neue nnz-Serie geben. Wichtig sind die artenerhaltenden Maßnahmen auch, um den naturschutzfachlichen Wert unserer Schutzgebiete gegenüber den Bestrebungen der Wirtschaft zu erhalten, auch noch die letzten inselartigen Naturschutzflächen ihren Profitinteressen unterzuordnen zu wollen.

Am vergangenen Sonnabend beteiligten sich insgesamt sechs Mitstreiter und Freunde des BUND-Kreisverbandes an dessen 40. Pflegeeinsatz: Klaus Liebenrodt (Ilfeld), Tobias Strietzel (Nordhausen), Heidi Schell (Nordhausen), Katrin Kulpa (Leipzig), Reiner Peix (Ilfeld) und Bodo Schwarzberg (Nordhausen).

Erstmals kamen zwei Big Bags zum Einsatz, mit denen das anfallende Mähgut leichter von der Fläche entfernt werden konnte. Besonderer Dank gilt den Mitstreitern Tobias Strietzel, Heidi Schell und Klaus Liebenrodt, die den Großteil des obligatorischen Imbisses beschafften. Und der war diesmal eine lukullische Rarität: Denn die Fleischerei Erwin Fessel aus Ilfeld hatte sich bereit erklärt, den BUND-Einsatz mit einem äußerst großzügigen, reichhaltigen und unglaublich schmackhaften Produktmix zu unterstützen. Ganz herzlichen Dank dafür.

Bedanken möchten wir uns auch bei der Unteren Naturschutzbehörde für die Unterstützung unserer Einsätze und bei den Eigentümern der Flächen, auf denen wir tätig werden möchten. Der nächste BUND-Einsatz ist für Ende Juli oder Anfang August geplant. Interessenten melden sich bitte bei bodo_schwarzberg@yahoo.de

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Thüringer Umweltministerin plant am Winkelberg die Ausweisung von weiteren 18 ha als Naturschutzgebiet

Der BUND Thüringen begrüßt die von Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund angekündigte Erweiterung des Naturschutzgebietes „Rüdigsdorfer Schweiz“ um die noch ausstehenden 18 Hektar am Winkelberg. Das aktuelle Rechtsgutachten bestätigt die Position des BUND Thüringen, dass aus dem sogenannten Gipskompromiss von 1997 keine Rechtsansprüche für einen Gipsabbau am Winkelberg bestehen.

„Der mehr als ein Vierteljahrhundert dauernde Kampf des BUND Thüringen gemeinsam mit den Bürgern in der Region um das Herz der Südharzer Gipskarstlandschaft hat sich gelohnt“, freute sich Ron Hoffmann, Landesvorsitzender des BUND Thüringen. „Mit Ihrer Entscheidung, den Winkelberg als Naturschutzgebiet auszuweisen, zieht Ministerin Siegesmund endlich einen Schlussstrich um die Auseinandersetzung und rettet ein Naturparadies der Extraklasse.“

Nach Angaben des BUND Thüringen nimmt die Rüdigsdorfer Schweiz als letztes zusammenhängendes Gipskarstgebiet eine Sonderstellung ein. Im Gegensatz zu allen anderen Karstgebieten im Südharz, die durch großflächige Gipssteinbrüche zerstückelt sind, bilde die Rüdigsdorfer Schweiz eine noch intakte landschaftliche Einheit. Das Mosaik verschiedenster Biotoptypen auf kleinstem Raum beherberge einen immensen Reichtum an gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. Der Winkelberg bilde mit Trockenrasen, Streuobstwiesen, Magerwiesen sowie Birken- und Eichenwälder das Herzstück innerhalb der Rüdigsdorfer Schweiz und der gesamten Gipskarstlandschaft. Der Gipsabbau würde diese Naturschätze unwiederbringlich zerstören.

Den Anspruch der Firma CASEA GmbH auf Abbaurechte am Winkelberg unter Berufung auf den sogenannten Gipskompromiss von 1997 weist der BUND Thüringen zurück. Das vom Thüringer Umweltministerium in Auftrag gegebene Rechtsgutachten bestätige, dass die Vereinbarung von 1997 keine rechtsverbindliche Wirkung habe.

„Wir fordern CASEA und andere Gipsfirmen in der Region auf, endlich ihre Pläne für neue Gipsabbauvorhaben am Winkelberg oder anderswo im Südharz zu beerdigen“, sagte Dr. Burkhard Vogel, Landgeschäftsführer des BUND Thüringen. „Das Gipswerk Rottleberode in Sachsen-Anhalt zeigt, dass mit modernen Technologien zur Verarbeitung von REA-Gips und Recyclinggips mehr Arbeitsplätze geschaffen werden als durch den Naturgipsabbau. Auch aus unternehmerischer Sicht ist der Raubbau an einem absehbar endlichen Rohstoff keine tragfähige Zukunftsperspektive“.

Landschaftspflegeeinsatz

Dass ehrenamtliches Engagement den Rückgang von Wuchsorten bedrohter Pflanzenarten entgegen dem allgemeinen Trend verlangsamen oder gar aufhalten kann, dafür gibt es im Landkreis Nordhausen belastbare Beweise. Die gezielten landschaftspflegerischen Einsätze des BUND-Kreisverbandes Nordhausen sind Teil eines umfassenden Konzeptes…

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Dieses ist sozusagen in Nordhausen entwickelt worden und beschäftigt sich mit dem „wuchsortbezogenen Artenschutz“. Oftmals befinden sich die nicht selten weithin letzten Wuchsorte bedrohter Arten auf abgelegenen oder wirtschaftlich uninteressanten Splitterflächen.

Im Rahmen der floristischen Kartierung des Landkreises Nordhausen wurden viele von ihnen seit den 90er Jahren aufgesucht und hinsichtlich Arteninventar und Zustand analysiert. Die dabei erkannte Handlungsnotwendigkeit führte zu hunderten ehrenamtlichen Kleinstmaßnahmen, die den Verlust von Dutzenden Wuchsorten bedrohter Gefäßpflanzenarten verhindern halfen.

Einige, besonders seltene oder selten gewordene Arten werden zudem in so genannten Erhaltungskulturen vermehrt. Bedingt durch die zunehmende Zahl und Größe der zu pflegenden Wuchsorte bedrohter Arten werden seit 2010 Einsätze des BUND-Kreisverbandes durchgeführt. Das „Referenzprojekt Artenschutz“ des Autors gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Südharz-Kyffhäuser rundet den wuchsortbezogenen Artenschutz im Landkreis ab, der nur in enger Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde, mit der Forstbehörde und mit den Eigentümern sowie Pächtern realisiert werden kann.

Durch die BUND-Einsätze wurde es möglich, größere Flächen zu pflegen und damit die Effektivität der Maßnahmen zu erhöhen. Das Gemeinschaftserlebnis, der stundenlange, körperlich aktive Aufenthalt an landschaftlich reizvollen Örtlichkeiten und das Gefühl, etwas Sinnvolles getan zu haben, hat zu einer schönen Regelmäßigkeit dieser Einsätze geführt. Im Abstand von vier bis acht Wochen lädt der BUND-Kreisverband dazu ein.

Am vergangenen Sonnabend war es wieder so weit: Acht Enthusiasten trafen sich im neuen Naturschutzgebiet Harzfelder Holz, um unter anderem einen seit langem verbuschenden Halbtrockenrasen von jüngerem Schlehenbewuchs zu befreien und eine erste Mahd durchzuführen. 800 m² wurden zunächst gepflegt. Die Ablagerung der Zweige erfolgte heckenartig am Rand des Halbtrockenrasens. Dadurch entsteht eine zusätzliche Struktur, die Kleinsäugern und Reptilien als Biotop dienen kann.

Von 10 bis 17 Uhr war die Gruppe im Einsatz, wobei besonders die Teilnahme der Sondershäuser Helga und Karl-Heinz Junker hervorzuheben ist. Michaela Sorgatz aus Nordhausen beteiligte sich zum ersten Mal an einem BUND-Einsatz. Sie bereicherte den unter freiem Himmel besonders wohlschmeckenden Imbiss mit ausgesuchter vegetarischer Kost.

Das längerfristige Ziel besteht darin, unter anderem die wenigen Halbtrockenrasen des Naturschutzgebietes Harzfelder Holz wieder in einen optimalen Zustand zu versetzen. Sie übernehmen eine wichtige Trittsteinfunktion zwischen den Halbtrockenrasen der NSG Pfaffenköpfe, Alter Stolberg und Rüdigsdorfer Schweiz. Im NSG Harzfelder Holz konnten zahlreiche bedrohte und geschützte Pflanzenarten nachgewiesen und bisher erhalten werden. Auch die Fledermausfauna ist bemerkenswert.

Dringend notwendig zur weiteren Verbesserung der Situation unserer Halbtrockenrasen wäre eine Wiederbelebung der Schaf-und Ziegenbeweidung und eine massive Unterstützung der beiden letzten verbliebenen Herden im Raum Buchholz und Harzungen/Petersdorf. Denn die Notwendigkeit ehrenamtlichen Engagements im Naturschutz ist auch Ausdruck des großen Widerspruchs zwischen politischen Zielen, Verordnungen und deren Umsetzung in der Praxis. Der landesweit kaum gebremste Rückgang der allermeisten bedrohten Arten hat bisher nicht zu wirksamen Gegenmaßnahmen geführt. Dabei gab es bereits 1937 ein Naturschutzgesetz.

Der BUND-Kreisverband Nordhausen plant auch eine weitere technische Aufrüstung: Neben den beiden leistungsstarken Freischneidern (einer davon privat, der andere gefördert durch die Thüringer Naturstiftung David) soll möglichst schon bald ein geländegängiger Mäher zum Einsatz kommen. Anzahl und Größe der vom BUND gepflegten Flächen könnte sich in den kommenden Jahren weiter erhöhen.

Bodo Schwarzberg

Unwiederbringlich: Vernichtet am Kohnstein (1)

In mehreren Teilen werden bemerkenswerte Pflanzenarten aufgeführt, die einst am Kohnstein siedelten. Die Zahl der Arten, von denen Wuchsorte durch Gipsabbau vernichtet werden und wurden, macht sprachlos. Eine Beitragsreihe von Bodo Schwarzberg…
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Im Jahre 1905 umspülte die Zorge fast den Nordostfuß des Kohnsteins. Heute liegen zwischen beiden mehrere hundert Meter. Der auf der Postkarte sichtbare Teil des Kohnsteins wurde zu Schwefelsäure und Gipskartonplatten verarbeitet. Diese können nicht „renaturiert“ werden.Hier im Gebiet des Südharzer Zechsteinrandes leistet die Wirtschaft einen rigorosen Beitrag zur Verlängerung der Roten Listen. Gerade schickt sich die Gipsindustrie an, Vorschläge für die so genannte Renaturierung des Steinbruches am Kohnstein zu unterbreiten und präsentiert sich selbst als möglichen Vollstrecker. Dies der Bevölkerung als Wohltat zu verkaufen, verbietet sich aber. Denn die Beseitigung von durch den Bergbau angerichteten Schäden durch die Verursacher dürfte zum einen selbstverständlich sein.

Der Industrie muss das Wasser schon kurz unter den Ohrmuscheln stehen, wenn sich mehrere, letztlich konkurrierende Firmen genötigt sehen, gemeinsam ein derartiges Projekt zu verfolgen. Eine wirkliche Beseitigung der Schäden ist aber genau betrachtet gar nicht möglich. Dem Luftbild nach, dürfte dem Kohnstein gut ein Drittel seiner bisherigen Masse entrissen worden sein. Postkarten aus der Zeit um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zeigen die Zorge tatsächlich am Fuße des Kohnsteins fließend. Heute liegen die oberen Ränder des Steinbruches mehrere hundert Meter westlich des Flusses!

Hier wurde Landschaft, wie auch im Raum Ellrich und im Alten Stolberg, im wahrsten Wortsinne vernichtet.
Das Wort „Renaturierung“ würde wörtlich übersetzt bedeuten, die ursprünglich dort gegebenen natürlichen Verhältnisse quasi 1:1 zurückzubringen. Niemand aber kann den abgebauten Kohnsteinteil zurückbringen und damit auch nicht die dort einst herrschende, ursprüngliche Vielfalt an Biotoptypen, Pflanzen- sowie Tiergemeinschaften.

Die früher dort u.a. siedelnden Blaugrasrasen beispielsweise könnten wenigstens zum Teil natürlichen Ursprunges gewesen sein, das heißt, eine Bewaldung fand auf Grund der Steilheit des Geländes, wie wahrscheinlich an Teilen des Mühlbergs in Niedersachswerfen, wenigstens stellenweise nicht statt. Wird die ursprüngliche Vegetation aber entfernt, dann kann es dort niemals wieder eine ursprüngliche Vegetation geben. Diese ist einmalig und unersetzlich.

Das Vorhaben, eine denaturierte Fläche „renaturieren“ zu wollen, kann also nur als Firlefanz bezeichnet werden. Es geht der Industrie einzig und allein darum, die in der Bevölkerung und in der Politik herrschende Antigipsabbaustimmung zu ihren Gunsten zu drehen.
Der am Kohnstein angerichtete Schaden ist aber zum anderen nicht wieder gut zumachen. Die besonderen Ausbildungsformen der Blaugrasrasen im Gebiet werden von verschiedenen Autoren als endemisch für Europa bezeichnet, sie gelten hier im Zechsteingebiet als einzige außerhalb der Alpen siedelnde („dealpine“) Reliktrasen (nach MEUSEL 1939).

Der Schaden ist auch deshalb nicht wieder gut zumachen, weil der Kohnsteinsteinbruch und all die anderen Steinbrüche eine Vielzahl heute bedrohter und teils gesetzlich geschützter Pflanzenarten vernichteten und vernichten. Diese haben sich überwiegend im Zuge der nacheiszeitlichen Entwicklung und durch eine extensive, d.h. naturschonende menschliche Wirtschaftsweise über Jahrtausende angesiedelt. Diese Arten sind z.T. hochsensibel, d.h. sie benötigen ein ganz bestimmtes Zusammenspiel unterschiedlicher Standortaktoren, die für so viele vernichtete Arten nicht künstlich geschaffen werden können.

Lassen Sie sich von der Industrie nicht einreden, sie könne alles wieder gut machen, neue Steinbrüche seien doch gar nicht so schlimm. Schauen Sie in die Welt hinaus: Die Wirtschaft hat den Planeten ökologisch an den Rand des Abgrunds designt. Der Mensch und seine Umwelt interessieren sie nur insofern, dass sie ihren Kapitalinteressen dienlich sind. Selbiges kann man am Verhalten der Gipsunternehmen gerade ausgiebig studieren. Eine Einheit von Ökonomie und Ökologie gibt es nicht, die Wirtschaft beweist dies tagtäglich. Nicht nur mit dem Abgasskandal. Lassen wir uns also nicht wie unwissende Eingeborene in den tropischen Regenwäldern Südamerikas über den Tisch ziehen.

In mehreren Teilen werde ich eine Liste von Arten präsentieren, die einst am Kohnstein siedelten, meist seit langem aber hier nicht mehr vorkommen. Als Literaturquelle dient die „Flora von Nordhausen und der weiteren Umgegend“ von 1886, geschrieben von den Botanikern A. VOCKE und C. ANGELRODT. Die von mir aus der Literaturquelle zusammengestellten Arten bevorzugen überwiegend Bedingungen, wie sie einst am verwerteten Ost- bzw. Nordostrand des Berges herrschten. Bei einigen Arten schreiben die Autoren auch konkret vom Ostrand des Kohnsteins als ehemaligen Wuchsort. Die Angaben hinter dem deutschen Namen beziehen sich auf die aktuell gültige Thüringer bzw. auf die deutsche Liste gefährdeter Gefäßpflanzenarten (RL 2=stark gefährdet, RL 3=gefährdet, ein „§“ kennzeichnet den Schutz nach Bundesnaturschutzgesetz).

Neben den genannten Botanikern VOCKE und ANGELRODT kann unter anderen auch der ehemalige hallesche Botanik-Professor Hermann MEUSEL (1909-1997) als wichtiger, wissenschaftlicher Zeitzeuge der Vernichtung benannt werden: Die damaligen Vegetationsverhältnisse u.a. am Kohnstein beschreibt er im Jahre 1939 ausführlich in seiner grundlegenden Arbeit „Die Vegetationsverhältnisse der Gipsberge am Kyffhäuser und im südlichen Harzvorland“.

MEUSEL setzte sich, wie auch der frühere, mit dem Bundesverdienstkreuz geehrte ehemalige Nordhäuser Kreisnaturschutzbeauftragte, das Kreistagsmitglied Dr. Walter ELMER (1913-2008), massiv für die Erhaltung unserer artenreichen Landschaft ein. MEUSEL schrieb 1939: „An der steilen Nordostwand dieses Berges müssen einst ausgedehnte Grasheiden vorgekommen sein. Heute ist fast alles durch Steinbruchbetrieb zerstört. Aber selbst die wenigen Reste bei der Schnabelsburg weisen noch eine sehr reiche Vegetation auf.“

MEUSEL dürfte sich kaum vorgestellt haben können, wie sich das Abbaugeschehen nach dem Zweiten Weltkrieg und bis heute entwickeln würde. Die Rasengesellschaften und wärmeliebenden Gebüsche, die er noch sah und beschrieb, wurden mit dem Gestein weggesprengt.

Folgende, bedrohte oder geschützte Pflanzenarten wurden, gemäß VOCKE & ANGELRODT (1886) und teils auch nach MEUSEL (1939) einst am Kohnstein nachgewiesen, die meisten in Pflanzengesellschaften, die vom abgebauten Teil des Berges beschrieben wurden (Teil 1).:

  • Pulsatilla vulgaris (Gewöhnliche Kuhschelle) RL 3/3/&
  • Anemone sylvestris (Großes Windröschen) RL -/3/§
  • Aconitum lycoctonum (Gelber Eisenhut) RL-/-/§
  • Arabis sagittata (Pfeilblättrige Gänsekresse) – Wiederfund weniger fruchtender Pflanzen durch den Autor am oberen Steinbruchrand 2015 RL 2/-
  • Biscutella laevigata ssp. tenuifolia (Schmalblättriges Brillenschötchen), die Sippe kommt heute weltweit nur noch an einer Stelle im Südharzer Zechsteingebiet vor. Der Endemismus der Unterart (bzw. ihre genetische Identität) ist jedoch nicht zweifelsfrei bewiesen. In jedem Fall aber gehört das Brillenschötchen zu den besonders schwerwiegenden Verlusten des Kohnstein-Steinbruchs. RL 2/2/§
  • Fumana procumbens (Nadelröschen) RL 2/3
  • Parnassia palustris (Sumpf-Herzblatt) RL 2/3
  • Viola collina (Hügel-Veilchen) RL 2/2
  • Dianthus armeria (Rauhe Nelke) RL 2/-
  • Genista germanica (Deutscher Ginster) 3/-

Teil 2 folgt
Bodo Schwarzberg

Quellen:
KORNECK, D, SCHNITTLER, M. & VOLLMER, I. (1996): Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzen (Pteridophyta et Spermatophyta) Deutschlands. – Schriftenreihe Vegetationsk. 28: 21-187.
Korsch, H., W. Westhus, K. HORN & W. JANSEN (2011): Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzen (Pteridophyta et Spermatophyta) Thüringens. – Naturschutzreport 26: 365-390.
MEUSEL, H. (1939): Die Vegetationsverhältnisse der Gipsberge im Kyffhäuser und im
südlichen Harzvorland. – Hercynia 2: 1-372
VOCKE, A. & ANGELRODT, C. (1886): Flora von Nordhausen und der weiteren Umgebung. Berlin.

Rettung bodensaurer „Trockenrasen“ BUND-Einsatz Artenschutz

Mit einem Antrag bei der Unteren Naturschutzbehörde auf zunächst einen Pflegeeinsatz im Mai möchte der BUND-Kreisverband Nordhausen ein neues Kapitel in der Erhaltung unserer an unterschiedlichsten Biotoptypen sehr reichhaltigen Landschaft aufschlagen. Bodo Schwarzberg erläutert es…
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Foto: Bodo Schwarzberg

Das Hunds-Veilchen (Viola canina) gehört zu den typischen Vertretern der Flora bodensaurer „Trockenrasen“

Denn bodensaure „Trockenrasen“ sind noch stärker gefährdet, als die bei uns verbreiteteren basiphilen Trocken- und Halbtrockenrasen über Gips. In der jüngsten Ausgabe des Naturschutzreports (Heft 28/2015-Herausgeber: Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie) wird der erstgenannte Biotoptyp als „von vollständiger Vernichtung bedroht“ bezeichnet. Zugleich weist eine Karte den Landkreis Nordhausen als einen Schwerpunktkreis für bodensaure „Trockenrasen“ im Freistaat aus.

Die Publikation ist für den BUND-Kreisverband Anlass genug, sich diesem fast vergessenen, etwas artenärmeren Biotoptyp zu widmen. Der vollständige Verlust soll im Landkreis Nordhausen durch Mahd und Entbuschung sowie in engem Kontakt zur UNB verhindert werden.

Reste trockener, bodensaurer Rasengesellschaften siedeln im Gebiet vor allem über Bundsandstein nördlich der Gipshügeln und südlich der Bruchscholle des Harzes, z.B. im Raum Neustadt. Typische Pflanzenarten sind u.a. das Hunds-Veilchen (Viola canina), die Pillensegge (Carex pilulifera), der Frühlings-Ehrenpreis (Veronica verna) und das Heidekraut (Calluna vulgaris).

Bodensaure atlantische Heidekrautheiden gehören im Landkreis ebenso zu den akut bedrohten Biotoptypen. Sie bilden sich mitunter auch über Gips aus, aus dem der Kalkanteil weitestgehend ausgewaschen worden ist. Auch auf die wenigen noch erhaltenen Flächen dieser Formationen ist der Fokus sehr dringend zu legen. Es gab im Landkreis bereits große Verluste, so zum Beispiel am Eichenberg im Raum Windlücke. Reste dieser auch optisch sehr ansprechenden Pflanzengemeinschaften sind z.B. noch am Buchholzer Berg und auf dem BUND-eigenen Grundstück zwischen den NSG Himmelsberg und Mühlberg vorhanden, auch im Gebiet um Klettenberg.

Zur Erhaltung der bodensauren „Trockenrasen“ möchte der BUND-Kreisverband seinen aktiven ehrenamtlichen Beitrag leisten und auch die Öffentlichkeit sensibilisieren. Wir werden über unsere Arbeiten in der nnz berichten. Interessenten können sich gern unter bodo_schwarzberg@yahoo.de melden.
Bodo Schwarzberg

aktuelle Termine:

Was:

Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes Nordhausen

Wann:

Dienstag, den 19.04.2016 um 18 Uhr

Wo:

Vereinshaus „Thomas Mann“
Wilhelm-Nebelung-Straße 39
99734 Nordhausen

Mobilmachung gegen TTIP & Co.

Der BUND Thüringen macht gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus Umwelt- und Entwicklungsverbänden gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA mobil und organisiert eine Busfahrt zur deutschlandweiten Demonstration unter dem Motto „Obama und Merkel kommen: TTIP & CETA stoppen! Für einen gerechten Welthandel!“ am 23. April in Hannover…
Unmittelbar vor der offiziellen Eröffnung der „Hannover Messe 2016“ durch Kanzlerin Merkel und US-Präsident Obama soll an diesem Tag ein deutliches Zeichen gegen die Abkommen gesetzt und vor ihren Gefahren gewarnt werden.

Mit der Protestaktion beziehen die Verbände auch Position gegen die in diesem Jahr zu diskutierende Ratifizierung des CETA-Abkommens mit Kanada durch den EU-Rat und das EU-Parlament.
„Die geplanten Freihandels- und Investitionsabkommen bringen weder Arbeitsplätze noch allgemeinen Wohlstand für viele, wie oft gepriesen, sondern mehr Gewinn für wenige zu Lasten von Natur, Umwelt und Gesundheit“, so Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen.

„Die Abkommen sorgen dafür, dass Zölle und unterschiedliche rechtliche Standards für Produkte abgebaut werden. Während die Verhandlungen auf der einen Seite unter Ausschluss der Öffentlichkeit verlaufen, findet auf der anderen Seite eine undurchsichtige Beteiligung von Wirtschaftslobbyisten statt“, berichtet Vogel. TTIP und CETA hätten nicht nur die Senkung von Umwelt- und Verbraucherschutzstandards zur Folge, sondern auch die Untergrabung von Rechtsstaatlichkeit und Demokratie.

Vor diesem Hintergrund ruft der BUND Thüringen alle Interessierten dazu auf, das breite Gegnerbündnis zum Freihandelsabkommen in Hannover zu unterstützen. Mit einem eigens organisierten Bus für 46 Personen wird sich der Verband auf den Weg machen, um in Niedersachsens Landeshauptstadt gegen Gentechnik und Hormon-Fleisch, gegen Intransparenz und Entdemokratisierung zu demonstrieren. Der Preis pro Person beträgt für Mitglieder des BUND 18 EUR und für Nichtmitglieder 20 EUR für Hin- und Rückfahrt.

Das Platzangebot ist begrenzt, zu einer schnellen Reservierung wird daher geraten. Informationen und Reservierung beim BUND Thüringen, telefonisch unter 0361-55503-10 oder per Mail: Philip.Schuchert@bund.net

Erhaltung des Breitblättrigen Wollgrases

Vor wenigen Wochen berichtete die nnz über den letzten Wuchsort des in Thüringen stark gefährdeten Breitblättrigen Wollgrases (Eriophorum latifolium) im Landkreis Nordhausen und über vorgesehene Erhaltungsmaßnahmen: Die zuständigen Behörden haben schnell und positiv reagiert…

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Foto: Bodo Schwarzberg

Blick auf einen Teil des Kalkquellmoores mit Breitblättrigem Wollgras. Durch die schonende Entfernung von Gehölzen leistet der Forst einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz.

Noch im Februar gab es einen Vororttermin am Wuchsort der Art im südlichen Teil des Landkreises. Teilnehmer waren ein Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde, ein Vertreter des Eigentümers der entsprechenden Fläche und der Antragsteller. Hervorzuheben ist auch die schnelle Reaktion der zuständigen Forstbehörde des Landkreises (Forstamt Bleicherode), die wesentlich zum Zustandekommen des Termins beigetragen hat. Der Wuchsort des Breitblättrigen Wollgrases befindet sich in einem kleinen Kalkquellmoor, das inmitten eines naturnahen Waldgebietes liegt.

Vereinbart wurde, vorbehaltlich einer Genehmigung des Eigentümers, die Entfernung von jungen Bäumen, die sich während der vergangenen Jahre in und am Kalkquellmoor wohl auf Grund von Nutzungsaufgabe entwickelten, auf einer Fläche von maximal ca. 150 Quadratmetern. Eine Nachpflege, die etwa die Entfernung des wahrscheinlichen Neuaustriebs zum Inhalt hätte, wird vom Antragsteller sichergestellt.
Die Genehmigung des Eigentümers liegt mittlerweile vor.

Da auch die Untere Naturschutzbehörde ihr Einverständnis gab, können die Pflegemaßnahmen zum nächsten geeigneten Zeitpunkt beginnen. Ob damit die Zukunft eines der letzten verbliebenen Wuchsorte der Art in Nordthüringen gesichert ist, muss abgewartet werden. Gerade sehr kleine Restbestände bedrohter Arten, die nicht selten weit entfernt von den nächsten verbliebenen Populationen siedeln, zeigen sich mitunter nur noch wenig flexibel gegenüber unterschiedlichsten negativen Einflüssen. Letztere sollten demnach weitestgehend eliminiert werden.

Wie bereits an den Wuchsorten zahlreicher anderer bedrohter Arten südlich des Harzes, so wird auch für den Wuchsort des seltenen Breitblättrigen Wollgrases eine regelmäßiges Beobachtung und Erfassung (Monitoring) sichergestellt. Hierdurch können auch wichtige Erkenntnisse gewonnen werden, die den wissenschaftlichen und praktischen Artenschutz weiter voranbringen.

Die Zusammenarbeit zwischen Behörden, Eigentümern und ehrenamtlichen Landschaftspflegern ist heute zwingend erforderlich, um Aufgaben zu erfüllen, die sich u.a. aus den Roten Listen und den Biodiversitätsstrategien von Bund und Land ergeben.

Das hier beschriebene Beispiel reiht sich ein in eine ganze Reihe von Erhaltungsbemühungen im Landkreis Nordhausen und auch darüber hinaus. Angesichts der gewaltigen Bedrohungslage für die Biodiversität, kann dies jedoch nur ein Anfang und nur Teil eines ganzen Maßnahmepakets sein.

Dem geplanten Naturschutzgroßprojekt im Naturpark Südharz blicken wir auch in diesem Sinne hoffnungsvoll entgegen. Der standortbezogene Artenschutz soll 2016 mit einer Fortsetzung des über das Programm ENL finanzierten Referenzprojekts Artenschutz gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Südharz-Kyffhäuser einen weiteren großen Schritt wagen.

Geplant sind aktuell auch Maßnahmen, die zunächst die negativen Auswirkungen der Rinderweide auf Wuchsorte bedrohter Arten im NSG Rüdigsdorfer Schweiz unterbinden. Zudem finden regelmäßig Pflegeeinsätze des BUND-Kreisverbandes Nordhausen statt.
Bodo Schwarzberg

Mehr Licht für die Artenvielfalt

Sieben Mitglieder und Gäste des BUND-Kreisverbandes Nordhausen absolvierten am vergangenen Sonnabend einen weiteren landschaftspflegerischen Einsatz im Naturschutzgebiet Rüdigsdorfer Schweiz. Wie immer ging es den ehrenamtlichen Naturschützern um die Erhaltung bedrohter Arten…

Dazu fällten wir mehrere Bäume (fast ausschließlich Birken), die sich durch Nutzungsaufgabe und fehlenden Verbiss vor allem nach der Wende auf den einst verbreitet offenen, heute teils fragmentierten Trocken- und Halbtrockenrasen angesiedelt haben.

Insbesondere ging es uns um einen Bereich, der nicht mit Rindern beweidet, sondern lediglich gemäht wird, und daher eine noch besonders artenreiche Flora aufweist. Das kleine Gebiet soll als Refugium und Trittstein fungieren, bis vielleicht auch außerhalb eine Nutzungsverbesserung eintritt.

An einer anderen Stelle wurde die Beschattung einer besonders erdflechtenreichen Gipsfelsflur durch die Gehölze zurückgedrängt. Sie beherbergt unter anderem ein bedeutendes Vorkommen der deutschlandweit extrem seltenen Erdflechte Buellia epigaea. Die Art gilt für manche Spezialisten sogar als seltenste Angehörige unserer so genannten Bunten Erdflechtengesellschaft. Diese Gemeinschaft fast durchweg stark bedrohter, zum Teil farbenfroher Flechtenarten, ist in der Rüdigsdorfer Schweiz durch Nährstoffeinträge infolge Rinderweide, Viehtritt und Gehölzentwicklung immer mehr verdrängt worden.
Von beiden Maßnahmen könnte zudem u.a. die deutschlandweit sehr seltene und stark gefährdete Einfache Wiesenraute (Thalictrum simplex ssp. tenuiolium) profitieren.

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Foto: Bodo Schwarzberg

Wieder hatten wir erstaunliches Glück mit dem Wetter. Eigentlich hatte der Deutsche Wetterdienst laut Presseberichten auch für den Südharz eine Unwetterwarnung wegen drohender Starkregenfälle herausgegeben. Diese blieben aber aus. Auf Grund der angeblichen Niederschläge wollten wir unseren 37. BUND-Einsatz zunächst aussetzen, entschieden uns aber dank eines günstigen Regenradars kurzfristig anders.
Der ehrenamtliche Einsatz war mit großem körperlichen Einsatz aller Mitstreiter verbunden. Schließlich mussten von Hand ganze Stammstücken bewegt werden. Besonderen Dank gilt Reiner Peix aus Ilfeld, der als gelernter Forstarbeiter die Fällungen übernahm. Helga und Karl Heinz Junker aus Sondershausen (!), Tobias Strietzel, Klaus Liebenrodt, ein weiterer Enthusiast und der Autor des Beitrages machten die Beräumung der unmittelbaren Einsatzfläche zu ihrer unverzichtbaren Aufgabe.
Der Einsatz war im Frühjahr 2015 mit Vertretern der zuständigen Behörden (Forstbehörde und Untere Naturschutzbehörde) abgestimmt worden. Beiden herzlichen Dank.

Im Mai soll eine gemeinsame Exkursion aller fleißigen BUND-Mitstreiter sowie ihrer Gäste durch das Naturschutzgebiet stattfinden. Der nächste Einsatz ist für März vorgesehen (bodo_schwarzberg@yahoo.de).
Bodo Schwarzberg

Willkommen auf den Seiten des BUND Kreisverband Nordhausen

Naturschutzgebiet "Mühlberg"

Foto: BUND Kreisverband Nordhausen

Termin monatliche Sitzung:

Besuchen Sie unsere monatliche Sitzung und lernen Sie unsere Aufgaben und Projekte persönlich kennen:
Jeder 1. Dienstag im Monat
ab 18.30 Uhr
Ort:
Vereinshaus „Thomas Mann“
Wilhelm-Nebelung-Straße 39
99734 Nordhausen

Eine genaue Wegbeschreibung finden Sie unter Kontakt

Nächster Landschaftspflegeeinsatz:

Interessenten melden sich bitte unter: 01716530123 bei Bodo Schwarzberg

Informationen zum Moderationsprozess Biosphärenreservat Südharz/Kyffhäuser finden Sie unter:

https://www.moderation-biosphärenreservat.de/