Unterschriftenliste jetzt auch auf change.org!

Die bisher nur in Papierform verfügbare Unterschriftenliste gibt es jetzt auch online auf change.org unter folgendem Link:

https://www.change.org/p/regionale-planungsgemeinschaft-nordth%C3%BCringen-regionaler-raumordnungsplan-nordth%C3%BCringen-2018?recruiter=906907394&utm_source=share_petition&utm_medium=copylink&utm_campaign=share_petition

Bitte beachten Sie: unterschreiben Sie bitte nur, wenn Sie noch nicht auf der Papierliste unterschrieben haben.

Bitte leiten Sie den Link an Personen weiter, die uns unterstützen könnten. Vielen Dank!

 

Informationsveranstaltung zum Regionalplan – Schwerpunkt Gipsabbau

Der BUND Kreisverband Nordhausen lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung zum

  1. Entwurf des Regionalplanes Nordthüringen recht herzlich ein.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, den 23.10.2018 im Bürgerhaus Nordhausen (Stadtbibliothek) ab 19 Uhr statt.

Dort wird über den Entwurf des Regionalplanes mit Schwepunkt Vorranggebiete Gips/Anhydritabbau informiert. Im Anschluss können Fragen beantwortet sowie das weitere Vorgehen besprochen werden.

Wir als Bürger unserer schönen Südharzregion wollen nicht tatenlos zusehen, wie ein Bergwerksfeld nach dem anderen durchgewunken wird und unsere Landschaft zerstört wird. Wer sich aktiv einbringen oder sich einfach informieren möchte, ist herzlich zu der Veranstaltung eingeladen.

Information über Veranstaltungen zum Thema Regionalplan Nordthüringen

Seit mehreren Wochen liegt der 1. Entwurf des neuen Regionalplanes Nordthüringen zur Bürgerbeteiligung aus. Wir berichteten bereits mehrfach über die neuen zusätzlichen Vorrangflächen von 148 ha, die für den Gipsabbau in diesem Plan vorgesehen sind. Der BUND Kreisverband hat sich gegen die Ausweisung weiterer Vorrangflächen ausgesprochen.

Das Entscheidungsgremuim, das über den Raumordnungsplan letztendlich abstimmt, setzt sich aus Vertretern der Region zusammen. Für unseren Landkreis sitzen da unser Landrat, Matthias Jendricke im Präsidium, Matthias Erhold, Frank Rostek sowie der Oberbürgermeister der Stadt Nordhausen, Kai Buchmann. Im Planungsbeirat ist Stephan Klante als Vertreter des Gemeinde- und Städtebundes vertreten. Nach eigenem Bekunden war Kai Buchmann der Einzige, der gegen den vorliegenden Entwurf gestimmt hat.

Wir als Bürger unserer Region sollten aktiv an unsere Volksvertreter herantreten und ihr Abstimmungsverhalten hinterfragen. Immerhin sind im nächsten Jahr Kommunalwahlen.

Die genaue Zusammensetzung der einzelen Ausschüsse kann man sich unter:

http://www.regionalplanung.thueringen.de/rpg/nord/org/

ansehen.

Am kommenden Montag, den 15.10.2108 findet um 18 Uhr im Schloss Heringen eine öffentliche Informationsveranstaltung mit Vertretern der Planungsbehörde statt.

Interessierte Bürger sollten die Gelegenheit wahrnehmen, um Fragen zum neuen Raumordnungsplan zu stellen.

In der übernächsten Woche wird es eine weitere öffentliche Informationsveranstaltung des BUND Kreisverbandes Nordhausen zu diesem Thema geben. Diese findet am Dienstag, den 23.10.2018 im Bürgerhaus ab 19 Uhr statt. Dort sollen weitere offene Fragen angesprochen sowie das weitere Vorgehen besprochen werden. Wir als Bürger unserer schönen Südharzregion wollen nicht tatenlos zusehen, wie ein Bergwerksfeld nach dem anderen durchgewunken wird und unsere Landschaft zerstört wird. Wer sich aktiv einbringen oder sich einfach informieren möchte, ist herzlich zu der Veranstaltung eingeladen.

Stellungnahme des BUND Kreisverbandes Nordhausen zum Entwurf des Regionalplanes Nordthüringen

Seit September liegt der 1. Entwurf zum neuen Regionalplan Nordthüringen (ROP) zur Bürgerbeteiligung vor. Nach Prüfung der vorliegenden Unterlagen kommt der Kreisverband zu folgenden Ergebnis:

1) Die Ausweisung neuer Vorrangflächen zur Gips- bzw. Anhydritgewinnung lehnen wir ab.

Es sollen neue Flächen am Rüsselsee, Hohe Schleife, Ellricher Klippen, Himmelsberg, Mühlberg und Kuhberg mit einer Gesamtfläche von 90 ha ausgewiesen werden. Somit wären im Kreisgebiet Nordhausen insgesamt 672 ha als Vorranggebiete für den Gipsabbau vorgesehen. Dies sind mehr als drei Kohnsteine.

Die Gipsindustrie hatte seit der Wende Zeit, Alternativen zum Naturgips zu entwickeln. Es liegen seit Jahrzehnten technische Lösungen vor, die die Substitution von Naturgips ermöglichen.. Diese werden aus Kostengründen nicht bzw. nur unzureichend genutzt. Im vorliegenden Entwurf des ROP konnte nicht nachgewiesen werden, inwiefern die beanspruchten Flächen zwingend benötigt werden, um den Bedarf an Gips und Anhydrit zu decken. Es liegen weder nachvollziehbare Bedarfsanalysen, noch konkrete Rechnungen zu den zu erwarteten und/oder schon getätigten Ausbeuten in den einzelnen Bergwerksfeldern vor. Ebenso wurden weder bereits bestehende bzw. in Rede stehende, noch vorhandene Potenziale für Substitutionsmöglichkeiten berücksichtigt. Somit fehlt es an einer begründeten Beweislage, die eine Prüfung durch die beteiligte Öffentlichkeit überhaupt möglich macht.

Mit der Ausweisung zusätzlicher Flächen über einen Zeitraum für 25 Jahre und weit darüber hinaus wird Innovation behindert und Landschaftszerstörung Vorschub geleistet. Gewinnmaximierung hat hier Vorrang vor Landschaftserhalt.

Das Grüne Band, das in den nächsten Monaten als Naturmonument ausgewiesen werden soll, wäre damit in der Region Südharz im Bereich Ellrich/Walkenried/Branderode von Tagebauen durchschnitten.

2) Die neu geschaffene Rubrik „Vorranggebiete vorsorgende Rohstoffgewinnung“ ist ersatzlos zu streichen.

In dieser Kategorie ist eine Erweiterung des umstrittenen Abbaufeldes Kuhberg von bisher 18 ha um 30 ha, sowie eine bisher unverritzten Fläche von 38 ha links der Straße zwischen Steigerthal und Buchholz vorgesehen. Beide Flächen haben eine prägende Bedeutung für das typische Landschaftsbild des Südharzes mit extensiver Landwirtschaft, Obsthecken, Trocken- und Halbtrockenrasen. Sollten die „Vorranggebiete vorsorgende Rohstoffgewinnung“ beschlossen werden, würde sich diese Planung auf einen Zeitraum ab 2043! beziehen. Dies übersteigt den Planungshorizont eines Regionalplanes bei Weitem und nimmt künftigen Generationen jeglichen Handlungsspielraum bei der Gestaltung ihrer Lebenswelt. Der Hot Spot Gipskarst Thüringen dürfte sich damit erledigt haben.

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BUND sammelt Unterschriften gegen den Gipsabbau

Der BUND Kreisverband Nordhausen wird auf dem Zwiebelmarkt, der am Sonnabend, den 06.10.2018 stattfindet, eine Unterschriftensammlung gegen die im neuen Regionalplan geplante Ausweisung neuer Gips- Abbaufelder durchführen. Interessenten können sich am Sonnabend vor Ort informieren und unterschreiben.

Anbei der Unterschriftentext und die Liste zum herunterladen:

2018_10_06_Unterschriftentext

2018_10_06_Unterschriftenliste

Unterschriebene Listen bitte bis 30.10.2018 an:

BUND Kreisverband Nordhausen

Wilhelm- Nebelung- Straße 39

99734 Nordhausen

zurückschicken.

 

 

Analyse Entwurf Regionalplan Nordthüringen Teil 1 – Vorranggebiete Rohstoffsicherung

Die folgende Beitragsserie soll den Entwurf des Regionalplanes stückweise durchgehen und analysieren.

Die Originaldaten können unter:

http://www.regionalplanung.thueringen.de/rpg/nord/regionalplan/fortschr/entwurf/index.asp

eingesehen werden.

Im Teil 1 beschäftigen wir uns mit den Gebieten für die „Vorsorgende Rohstoffsicherung“, d.h. die übernächsten Abbaugebiete, die auf diesem Wege gesichert werden sollen.

Und dieser Abschnitt hält auch gleich eine Überraschung parat:

Auf Seite 67 Kapitel 4.5.3. „Vorranggebiete Vorsorgende Rohstoffversorgung“ sind folgende Gebiete für die nächsten 25 Jahre als „Vorsorgende Rohstoffsicherung“ vorgesehen:

VRS-1 Kuhberg

Wer also dachte, das der jetzt genehmigte Steinbruch am Kuhberg die letzte Ausbaustufe wäre, hat sich getäuscht: es ist ein etwa viermal so großes Abbaufeld in der mittelfristigen Perspektive vorgesehen. Zum Vergleich: Gi/A-10 ist das bisher genehmigte Abbaufeld.

VRS1

 

VRS-2 Steigerthal- Buchholz

Hier wird versucht, in ein bisher unverritztes Gebiet mit dem Gipsabbau zu expandieren. Unsere Landschaft wird nach und nach völlig zerstört. Auf ein Zugeständnis folgen sofort neue Forderungen.

VRS2

Diese Planung zeigt, das hier auf ein „weiter-so“ gesetzt wird und garnicht ernsthaft nach Alternativen gesucht wird. Und zwar sowohl auf Seiten der Gipsindustrie als auch auf Seiten der Planungsbehörden.

Entwurf des neuen Regionalplanes Nordthüringen liegt zur Bürgerbeteiligung aus

Entwurf des neuen Regionalplanes Nordthüringen liegt zur Bürgerbeteiligung aus. Wer sich als Bürger darüber informieren möchte, kann dies über folgenden Link tun:

http://www.regionalplanung.thueringen.de/rpg/nord/regionalplan/fortschr/entwurf/index.asp

Im Regionalplan werden wichtige Weichen für die künftige Entwicklung unserer Heimatregion gestellt. Er dient als Planungsgrundlage u.a. bei Genehmigungsverfahren von Gipsabbauvorhaben. Ein Blick in die Unterlagen lohnt sich.

 

Apell des BUND anlässlich der Sternwanderung Kuhberg

Statement und Anregungen der Teilnehmer der Protestwanderung am 29.08.2018 zum bevorstehenden Gipstagebau auf dem Kuhberg in der Rüdigsdorfer Schweiz

  1. Herr Ministerpräsident Ramelow, besuchen Sie nicht nur die Gipsindustrie, sondern auch den Winkelberg in der Rüdigsdorfer Schweiz. Es handelt sich dabei um das Gebiet, dass nach Überzeugung der Bevölkerung des Landkreises Nordhausen komplett unter Naturschutz zu stellen ist. Leider liegt die unterschriftsreife Naturschutzgebietsverordnung seit nunmehr fast einem Jahr beim Präsidenten des Thüringer Landesverwaltungsamtes. Wir sind sicher, dass Sie unseren Hinweis aufnehmen und Ihren Einfluss geltend machen können und werden, damit die Ausweisung des NSG in Kürze erfolgt.

Die hier heute versammelten Menschen laden Sie und die Ministerin Frau Keller ein, verantwortlich für das Ressort Regionalpanung, noch in diesem Jahr mit uns durch die europaweit einmalige Gipskarstlandschaft und das dann rechtskräftig ausgewiesene ´NSG „Winkelberg“ zu wandern.

  1. Sehr geehrter Landrat Herr Jendricke, sehr geehrte Umweltministerin Frau Siegesmund und sehr geehrter Wirtschaftsminister Herr Tiefensee.

Gipsrecycling in Nordthüringen ist nur möglich, wenn der Verbringung von Gipsbaustoffen auf die Kalihalden endlich Einhalt geboten wird. 100 000 t jährlich gehören in den Wirtschaftskreislauf und nicht auf die Halden.

Der Kreis Nordhausen besitzt mit dem Abfallwirtschaftszentrum Nentzelsrode einen Deponiestandort mit innovativem Potenzial und kann gemeinsam mit der Hochschule Nordhausen zu einem überregional bedeutsamen Recyclingzentrum für Gipsbaustoffe ausgebaut werden. Geben Sie der Gipsindustrie eine Möglichkeit, ihre Forschungsergebnisse schnell in die Realität umzusetzen.

  1. Appell an die Konzernzentralen und Leiter der Zweigwerke im Südharz

Investieren Sie nicht weiter in gerichtliche Verfahren und fragwürdige Beratungsleistungen von Unternehmensberatern mit Wohnsitz weitab dieser Region. Sie kennen unsere Landschaft nicht, und nicht unsere Empfindungen angesichts der zunehmenden Zerstörung unserer Heimat.

Setzen Sie einfach einen Teil ihrer an den Stammsitzen ihrer Unternehmen gezahlten Steuern für die Entwicklung und Anwendung von Verfahren zur Substitution von Naturgips im Südharz ein. Akzeptieren Sie den zeitweilig minimierten Anstieg ihres Gewinns zugunsten der Markteinführung neuer Produkte, die ein anerkanntes staatliches Siegel bzw. Label für umweltgerechte und ressourcenschonende Produktherstellung tragen. Zeigen Sie dem Käufer im Baumarkt, dass Sie ihre Standorte im europaweit einmaligen Zechsteingürtel langfristig sichern wollen.

DER BLAUE ENGEL wartet auf Sie.

  1. An alle Mitglieder und Mitwirkenden der Regionalen Planungsgemeinschaft.

Was Sie da hinter verschlossenen Türen erarbeitet haben, entspricht hinsichtlich der Flächen zur Rohstoffvorsorge nicht dem Willen der Mehrheit der Bevölkerung. Sie agieren am tatsächlichen Bedarf vorbei. Dem Bedarf, dass der Südharz, insbesondere der Gipskarst in seiner Einmaligkeit erhalten bleibt und für die Menschen, die hier leben und den Fremdenverkehr weiterhin attraktiv ist.

Pressemitteilung zur Sternwanderung Kuhberg

Gipsabbau am Kuhberg – Protest gegen die Ignoranz von Ministerien und entscheidungsbefugten (?) Kommunalpolitikern

Umweltverband BUND ruft zur Teilnahme an der Sternwanderung auf

Der BUND Kreisverband erinnert anlässlich der Protestveranstaltung und des Sternmarsches am 29.08. zum zukünftigen Gipstagebau Kuhberg nochmals daran, dass es hier um ein Vorhaben handelt, das nicht raumverträglich ist. Insofern war nach Auffassung des BUND das Ergebnis dieser Prüfung durch die zuständige Raumordnungsbehörde, die damit den Argumenten der Kommunen Neustadt, Harzungen und Niedersachswerfen und der Stadt Nordhausen vor geraumer Zeit folgte, ein erstmaliger Gewinn für die Menschen im Südharz. Das Bergamt hatte offensichtlich kein Interesse daran, den von dem abbauwilligen Unternehmen juristisch angegriffenen Bescheid so zu überarbeiten, dass er auch weiterhin einer Versagung des Gipsabbaus in dieser bisher noch bergbaulich unberührten Landschaft östlich der B4 standhält. Und so ließ man den Bescheid sage und schreibe 15 Jahre ruhen. Die Umweltminister und verantwortlichen Minister für die Raumplanung wechselten seitdem, aber wirklich interessiert hat das Thema „Gipsabbau am Kuhberg“ keinen. Und die unlängst erteilte bergrechtliche Genehmigung des Tagebaus in der Rüdigsdorfer Schweiz blieb offensichtlich auch ungeachtet der Versäumnisse der Bergverwaltung ohne personelle Konsequenzen.

Für die Menschen und politischen Vertreter, u.a. der Stadt Nordhausen, die sich seit Jahrzehnten für eine nachhaltige Nutzung der Rüdigsdorfer Schweiz, einem Hot Spot der Artenvielfalt einsetzen, ist mit diesem Neuaufschluss das Unvorstellbare wahr geworden.

Erstmalig wird der bisher vom Gipsabbau verschonte und für den Fremdenverkehr im Südharz so bedeutende Zechsteingürtel im Naturpark Südharz/Kyffhäuser durch den Gesteinsabbau nachhaltig geschädigt. Der Umweltverband befürchtet, dass Staub und Lärm diesen Höhenzug für Jahrzehnte prägen werden. Bis zu 18 ha Fläche kann der Tagebau entsprechend der 1996 erteilten Bewilligung des Bergamtes anwachsen. Bereits jetzt werden zahlreiche Gehölzgruppen von dem Tagebau „vereinnahmt“. Wem die Vorstellung der zukünftigen Größe zu abstrakt ist, der kann sich einen Überblick anlässlich der Sternenwanderung am Mittwoch, den 29.08.2018 gegen 18.00 Uhr unmittelbar am zukünftigen Steinbruchstandort verschaffen. Direkt an dem mit einem Qualitätssiegel ausgestatteten Karstwanderweg gelegen, offenbart sich hier das Ausmaß der geplanten Zerstörung. Der BUND Kreisverband befürchtet jedoch angesichts der bevorstehenden Veröffentlichung des Regionalplanes Nordthüringen, dass dieser Steinbruch nicht der letzte sein wird. Immer noch steht mangels Unterschrift des Präsidenten des Landesverwaltungsamtes, unter strengem Augenmerk des Thüringer Ministerpräsidenten, die Ausweisung der seit Monaten vorliegenden Verordnung für das Naturschutzgebiet „Winkelberg“ aus.

Scheinbare Kompromisse fehlen. Und dennoch: Während den Bürgern aus Niedersachswerfen und Woffleben der bisherige Einblick in die 2 Tagebaue auf nördlicher Seite des Höhenzuges Himmelsberg bei Woffleben verwehrt blieb, soll sich das nach dem Willen der Regionalplaner, der sie beratenden Rohstoffexperten und alternativlosen Kommunalvertreter bald ändern. Dann bleibt den Sachswerfern nur noch der fußläufige Weg nach Ilfeld, wollen sie nicht in eine Steinbruchwüste fallen. Umsehen dürfen sie sich dann allerdings nicht. Der Blick sollte immer gen` Norden in Richtung Harz gerichtet sein. Den fand nach Zitat des Vorsitzenden des Landschaftspflegeverbandes Südharz/Kyffhäuser und CDU Landtagsabgeordneten Egon Primas „Goethe auch ohne den Naturpark“.

Dass die Gesteinsabfuhr vom zukünftigen Gipssteinbruch auf dem Kuhberg über den gemeindeeigenen, bisher der Landwirtschaft vorbehaltenen Harztorweg nicht zu realisieren gewesen wäre, wenn es hier nicht eine Zustimmung des Gemeinderates gegeben hätte, dürfte nach Kenntnis des BUND Kreisverbandes Nordhausen nicht nur den Harztorlaufmitwirkenden bekannt sein.

Die Realisierung des neuen Gipstagebaus ist aber nach Auffassung des Umweltverbandes nicht nur ein Armutszeugnis für die kommunalen Vertreter und die Landespolitiker, sondern in erster Linie für die Gipsindustrie. Die Akzeptanz eines Industriezweiges mit mangelnder Innovationsbereitschaft und wirtschaftsstrategischer Fehlausrichtung ist endlich, da ist sich der BUND sicher. Die Luft zum Atmen wird enger, insbesondere in der Gemeinde Harztor angesichts der Pläne, die den Bürgern in Kürze mittels Regionalplan „serviert“ werden. Dann liegt es an der Bevölkerung, ob sie weitere sportliche Events als Ersatz für einen ungebremsten Naturverbrauch akzeptiert oder dem Etwas entgegen zu setzen weiß, bringt es der BUND Kreisverband Nordhausen auf den Punkt.